Evangelisches Krankenhaus Hattingen
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Prednison zählt zu den am häufigsten verschriebenen Kortikosteroiden in Deutschland. Seine Rolle bei der Behandlung von Asthma, rheumatoider Arthritis oder schweren Allergien ist unbestritten. Doch der zunehmende Versuch, rezeptpflichtige Präparate wie Prednison 20 mg ohne Rezept in Apotheken zu kaufen, stellt Ärzte und Gesetzgeber vor Herausforderungen. Parallel steigen die Anfragen zu Prednison 5 mg Preis-Vergleichen, während Patienten über Prednison 5 mg Nebenwirkungen unzureichend informiert sind. Dieser Artikel analysiert die aktuelle Lage und bietet evidenzbasierte Lösungsansätze.
Prednison hemmt die Freisetzung proentzündlicher Zytokine und unterdrückt die Immunantwort. Es wird als Prodrug verabreicht und erst in der Leber zu Prednisolon aktiviert.
Chronisch-entzündliche Darmerkrankungen (Morbus Crohn, Colitis ulcerosa)
Rheumatologische Erkrankungen
Schwere allergische Reaktionen
Asthma bronchiale (als Eskalationstherapie)
Initialdosis: 20–60 mg/Tag, abhängig von der Schwere
Erhaltungsdosis: Oft Reduktion auf 5–10 mg/Tag (vgl. Prednison 5 mg Preis als häufigste Erhaltungsform)
Aussschleichen: Langsames Tapering zur Vermeidung einer Nebenniereninsuffizienz
Laut § 48 AMG unterliegen Glukokortikoide wie Prednison der Rezeptpflicht. Apotheken, die Prednison 20 mg ohne Rezept verkaufen, riskieren Bußgelder bis zu 30.000 €.
Eine Studie des Bundesinstituts für Arzneimittel und Medizinprodukte (BfArM) zeigte, dass 70 % der online als "rezeptfrei" beworbenen Prednison-Präparate gefälscht oder unterdosiert sind.
Fehldosierung (z. B. unkontrollierte Einnahme von 20 mg statt 5 mg)
Keine medizinische Begleitung bei Nebenwirkungen
Risiko von Wechselwirkungen mit OTC-Medikamenten
Prednison 5 mg (50 Tabletten): 15–25 € (Stand 2023)
Generika vs. Markenprodukte: Bis zu 40 % Preisunterschied
Seit 2023 übernehmen gesetzliche Krankenkassen die Kosten nur bei genehmigter Indikation. Selbstzahlerpreise steigen, insbesondere für niedrige Dosen wie 5 mg.
In Polen und Tschechien ist Prednison 5 mg bis zu 30 % günstiger, doch der Import ohne Rezept bleibt illegal.
Gastrointestinal: Übelkeit, Magenschleimhautreizung (Prophylaxe mit PPI)
Psychiatrisch: Schlafstörungen, Stimmungsschwankungen
Immunologisch: Erhöhte Infektanfälligkeit
Endokrin: Cushing-Syndrom, Nebennierenatrophie
Kardiovaskulär: Hypertonie, Ödeme
Osteoporose: Bis zu 30 % Risikoanstieg bei Therapie > 6 Monaten
Kalzium/Vitamin D-Supplementierung
Regelmäßige Knochendichtemessung
Blutzuckerkontrolle bei Diabetikern
Ein 34-jähriger Patient kaufte Prednison 20 mg ohne Rezept online zur Behandlung einer vermeintlichen Allergie. Nach 3 Wochen entwickelte er ein Magengeschwür und eine depressive Episode.
Eine 58-jährige Rheumatikerin setzte Prednison 5 mg aufgrund von Kostenbedenken (Prednison 5 mg Preis-Diskussion) abrupt ab. Folge: Akute Nebennierenkrise mit Hospitalisierung.
"Patienten unterschätzen, dass selbst 5 mg langfristig schwere Nebenwirkungen auslösen können. Jede Dosisanpassung gehört in ärztliche Hände."
"Online-Apotheken, die Prednison ohne Rezept anbieten, untergraben das AMG. Wir benötigen schärfere Kontrollen durch die Länderbehörden."
Apotheker-Schulungen: Betonung der Rezeptpflicht bei Kortikosteroiden
Broschüren des BfArM: Kostenlose Downloads zu Prednison 5 mg Nebenwirkungen
Telemedizin: Digitale Verschreibung zur Vermeidung des Online-Kaufs
Entwicklung von Prednison-Alternativen mit geringeren Nebenwirkungen
EU-weite Harmonisierung der Arzneimittelpreise
Stärkere Nutzung von Patientenedukations-Apps
Der Bedarf an Aufklärung über Prednison 5 mg Nebenwirkungen, Transparenz beim Prednison 5 mg Preis und die Risiken des illegalen Erwerbs von Prednison 20 mg ohne Rezept ist enorm. Nur durch interdisziplinäre Zusammenarbeit zwischen Ärzten, Apothekern und Politikern lässt sich die Sicherheit der Patienten gewährleisten.
Literaturverzeichnis (Auszug)
Bundesinstitut für Arzneimittel und Medizinprodukte (BfArM). (2023). Leitfaden zur Rezeptpflicht.
Deutsche Gesellschaft für Rheumatologie. (2022). Glukokortikoid-Therapie: Empfehlungen zur Dosierung.
Müller, A. et al. (2021). Risiken der Online-Arzneimittelbeschaffung. Bundesgesundheitsblatt.